Professionelle Lösungen–einfach in der Handhabung

Wofür wird Auswertesoftware (z.B. TachWare) benötigt?
Um den unternehmerischen Pflichten nachkommen zu können, bedarf es neben der Hardware zum Auslesen der Fahrer und Fahrzeuge einer entsprechenden Softwarelösung für die Sicherung, Archivierung und Auswertung dieser Daten.
Maßgeblich sind hier neben der Verordnung zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr VO(EG) Nr. 561/2006 das Fahrpersonalgesetz (FPersG), die Fahrpersonalverordnung (FPersV) und das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Diese enthalten die gesetzlichen Grundlagen und Regelungen.


Welche Pflichten ergeben sich für den Unternehmer aus der Umstellung auf den digitalen Tachographen?

Archivierungspflicht / Aufbewahrungspflicht
Die Daten des digitalen Kontrollgerätes (Massenspeicher) sind spätestens alle drei Monate, die Daten der Fahrerkarte spätestens alle 28 Tage auszulesen. Die Daten sind entsprechend der gesetzlichen Rahmenbedingungen sofort doppelt zu sichern und gemäß §4 Abs. 3 FPersG aufzubewahren.

Dispositionspflicht
Der Unternehmer muß die Touren seiner Fahrer derart planen, daß diese nicht gezwungen sind, gegen die Regelungen der Lenk- und Ruhezeiten zu verstoßen. Dies beinhaltet auch das Einplanen entsprechender zeitlicher Puffer. Zudem gibt es ein dezidiertes Akkordlohnverbot.
Diese Verantwortung gilt über die gesamte Logistikkette, Stichwort Verladerhaftung!

Überwachungspflicht
Der Unternehmer ist verpflichtet, die Daten aus dem digitalen Kontrollgerät und der Fahrerkarte regelmäßig auf Verstöße zu kontrollieren. Insbesondere die Aktivitätsdaten angestellter Fahrer sollten auf Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten untersucht werden, da hier durchaus empfindliche Strafen drohen.

Unterweisungspflicht
Der Unternehmer ist im Fall von Verstößen gegen die Sozialvorschriften verpflichtet, den Fahrer zu belehren und muß bei wiederholten Verstößen arbeitsrechtliche Konsequenzen ziehen (Abmahnung, Kündigung).

Auskunftspflicht
Der Unternehmer ist verpflichtet, einer kontrollberechtigten Behörde die angeforderten Daten zu übersenden. Zudem hat der Fahrer ein Recht auf seine Daten, d.h. der Unternehmer muß dem Fahrer dessen Daten auf Wunsch zur Verfügung stellen.


Welche Pflichten ergeben sich für den Fahrer aus der Umstellung auf die digitale Fahrerkarte?

  • Einhalten Lenk- und Ruhezeiten
  • Kontrollgerät richtig bedienen
  • Fahrerkarte vor Mißbrauch schützen„„
  • Manueller Nachtrag von Aktivitäten für Zeiten, die außerhalb des Fahrzeuges verbracht wurden
  • Aushändigung der Fahrerkarte an den Unternehmer für den Datendownload

Zudem müssen sowohl Unternehmer als auch Fahrer sich die zur Ausübung ihrer Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse aneignen, regelmäßig auffrischen und sich entsprechend weiterbilden.
Dies betrifft auch die Vorschriften im Zusammenhang mit dem digitalen Kontrollgerät!


Für wen gelten die Verordnungen undGesetze rund um das digitale Kontrollgerät?

VO(EG) Nr. 561/2006 Kapitel 1 Artikel 2 definiert den Geltungsbereich der Verordnung. Demnach fallen im Wesentlichen der gesamte gewerbliche Güterverkehr und auch Personenverkehr innerhalb der Europäischen Gemeinschaft und Staaten, die Vertragspartei des AETR sind, unter die geltenden Bestimmungen.
Neben Transportunternehmen und Speditionen müssen folglich auch z.B. Busunternehmen, Handwerksbetriebe und Bauunternehmen die gesetzlichen Regelungen beachten.tgrweghrtg